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Sicherung des Lebensunterhalts

Regelbedarf/Grundbetrag ( § 20 SGB II)
Regelbedarf zur Sicherung des Lebensunterhalts für Ernährung, Körperpflege usw. als Grundbetrag unter pauschalierter Einbeziehung einmaliger Bedarfe für Hausrat und Bekleidung.

Alleinstehender 409,-- €
Partner, zwei Personen über 18 Jahre 368,-- €
Sonstige volljährige Angehörige 327,-- €
Kind bis Vollendung 6. Lebensjahr
237,-- €
Kind bis Vollendung 14. Lebensjahr
291,-- €
Kind ab 15. Lebensjahr
311,-- €

Mehrbedarfe (§ 21 SGB II)

  • werdende Mütter ab 13. Schwangerschaftswoche 17% vom Regebedarf
  • Alleinerziehende mit 1 Kind unter 7 Jahre 36% vom Regelbedarf
  • Alleinerziehende mit 2 o. 3 Kinder unter 16 Jahre 36% vom Regelbedarf 
  • Alleinerziehende mit 4 und mehr Kinder 12 % pro Kind max. 60% vom Regelbedarf
  • Behinderte gem. § 33 SGB IX 35% aus Regelbedarf 
  • medizinisch begründete besondere Ernährung in angemessener Höhe
  • Warmwasseraufbereitung bei dezentraler Warmwassererzeugung

Die Mehrbedarfe sind begrenzt bei Akkumulierung auf höchstens 100% vom Regelbedarf.


Unterkunft und Heizung (§ 22 SGB II)

Bedarfe für Unterkunft und Heizung werden in tatsächlicher Höhe anerkannt, soweit sie angemessen sind. Die Angemessenheit richtet sich nach der für den jeweiligen Wohnort seit 01.01.2016 gültigen Mietstufe nach Wohngeldrecht und ist abhängig von der Größe der Bedarfsgemeinschaft. Zusätzlich wird ein Sicherheitszuschlag von zehn Prozent berücksichtigt. Grundlage ist die Bruttokaltmiete, die sich aus der Grundmiete und den berücksichtigungsfähigen pauschalen kalten Nebenkosten zusammensetzt. Die Angemessenheit der Heizkosten bestimmt sich nach dem aktuellen Betriebskostenspiegel für Deutschland und kann auf individuelle Verhältnisse angepasst werden (z.B. meteorologische Bedingungen, Lage und Bauzustand der Wohnung, Besonderheiten des Einzelfalls wie Krankheit oder Behinderung). Ist das Heizmaterial selbst zu beschaffen, kann eine Heizhilfe gewährt werden.

Wohnungsbeschaffungskosten, Umzugskosten oder eine Mietkaution können nur bei vorheriger Zusicherung als Bedarf anerkannt werden.


Weitere finanzielle Leistungen

Übernahme der Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung.

Abweichende Erbringung von Leistungen

Nicht vom Regelbedarf umfasste Bedarfe wie bspw. Erstausstattungen für die Wohnung oder bei Schwangerschaft, sowie Reparaturen von therapeutischen Geräten.