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Zentrum zur beruflichen Integration von Flüchtlingen (ZIF) eingerichtet

Seit dem 01.03.2016 kooperiert die Kommunale Arbeitsförderung Ortenaukreis –Jobcenter- bei der Eingliederung von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt mit der Agentur für Arbeit Offenburg. Ziel dieses Zentrums zur beruflichen Integration von Flüchtlingen ist die räumliche und inhaltliche Verzahnung der verantwortlichen Akteure und ihrer Dienstleistungen, um eine möglichst frühzeitige Integration auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu erreichen.

Mit dem „Zentrum zur beruflichen Integration von Flüchtlingen (ZIF)“ wird in der Zusammenarbeit zwischen der Kommunalen Arbeitsförderung (KOA) und der Agentur für Arbeit Offenburg Neuland betreten. Bereits in der Vergangenheit gab es gut funktionierende Kooperationen zwischen der KOA und der Agentur für Arbeit Offenburg. Dies betrifft insbesondere auch die Zusammenarbeit in dem Projekt StellA (Schnelle Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern). In StellA wurden in Kooperation mit der Agentur für Arbeit, dem Migrationsamt und der KOA bereits erfolgreich Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integriert.

Durch das ZIF wird diese gute Zusammenarbeit in einer neuen Intensität fortgeführt mit dem Ziel, arbeitsmarktnahe Flüchtlinge bestmöglich zu betreuen und dauerhaft in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Hierzu werden künftig Persönliche Ansprechpartner der Kommunalen Arbeitsförderung und Arbeitsvermittler der Agentur für Arbeit in den Räumlichkeiten der KOA Tür an Tür sitzen und in enger Kooperation gemeinsame Eingliederungsstrategien für Flüchtlinge aus den Herkunftsländern Syrien, Iran, Irak, Eritrea und Somalia erarbeiten.

Die Zuweisung in das Projekt erfolgt für Leistungsberechtigte nach dem AsylbLG durch die Agentur für Arbeit, für Leistungsberechtigte der Grundsicherung nach dem SGB II durch den zuständigen Persönlichen Ansprechpartner.

Um eine langfristige erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt und auch in die Gesellschaft zu erreichen, ist eine enge Abstimmung über mögliche Förderprogramme wie z.B. Spracherwerb, berufliche Qualifikation und betriebliche Erprobungen notwendig. Durch die künftige räumliche Nähe und regelmäßig stattfindenden Besprechungen wird dies sichergestellt.

Bereits in der Vergangenheit sammelte die Kommunale Arbeitsförderung Erfahrung mit der Integration von Flüchtlingen bzw. von Personen mit Migrationshintergrund. Aus diesem Grund sind über die Arbeit im ZIF hinausgehend auch für die kommenden Jahre weitere Maßnahmen und Unterstützungsangebote geplant.

Für die Integration in Ausbildung und Arbeit von Asylbewerbern, die im Bezug von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz stehen, ist die Agentur für Arbeit zuständig. Nach Rechtskreiswechsel in den Leistungsbereich des SGB II (Aufenthaltserlaubnis) wechselt auch die Zuständigkeit für die Integration zur Kommunalen Arbeitsförderung. Mögliche Schnittstellen beim Übergang von einem zum anderen Rechtskreis gilt es im ZIF zu minimieren.

Im Fokus steht immer der Kunde, der mit seinen Vorkenntnissen und Erfahrungen effektiv und zügig bei der Integration in Arbeit und Ausbildung unterstützt werden soll.

In einem ersten Schritt sollen bis zu 600 Kunden durch die Mitarbeiter des ZIF betreut werden. Hierfür werden Kunden aus den Ländern Syrien, Iran, Irak, Eritrea und Somalia ausgewählt. Die Festlegung auf Kunden aus diesen fünf Ländern liegt in der hohen Anerkennungsquote für Menschen aus diesen Ländern begründet.

Unumgänglich zur erfolgreichen Arbeit im ZIF sind die Erkennung und der Ausbau von Netzwerken.

Aus diesem Grund ist eine enge Kooperation der KOA und Agentur bei den Kontakten zu Arbeitgebern notwendig. In diesem Bereich, aber ebenso in Zusammenarbeit mit Sprachkursträgern, Bildungsträgern, den Kammern, dem Bundesamt für Migration und Flüchtlingen und den für Flüchtlinge ehrenamtlich engagierten Menschen müssen Netzwerke ständig ausgebaut werden.

Weitere regelmäßige Absprachen für eine möglichst gute und zielführende Zusammenarbeit wird es mit dem Migrationsamt bzw. den Ausländerbehörden sowie dem Jugendamt des Landkreises geben.

Die Büros des Zentrums zur beruflichen Integration von Flüchtlingen befinden sich in den Räumen der Kommunalen Arbeitsförderung, Lange Str. 51, 77652 Offenburg.

Zielgruppe sind arbeitsmarktnahe Personen (mindestens 18 Jahre alt, mindestens 8 Jahre Schulbesuch im Heimatland und alphabetisiert aus den Herkunftsländern Eritrea, Irak, Iran, Somalia und Syrien). Der Bezug von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) oder dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) ist Voraussetzung für die Aufnahme in und die Betreuung durch das Zentrum zur beruflichen Integration von Flüchtlingen.

Grundsätzlich erfolgt die Betreuung der Kunden entsprechend dem jeweiligen Rechtskreis, die ausgewählten Personen werden im Regelfall bis zu 6 Monate nach Abschluss der erforderlichen Integrationsmaßnahmen vermittlerisch betreut.

Die Kooperationspartner sind sich einig, dass für die dauerhafte Integration in den ersten Arbeitsmarkt das Erlernen der deutschen Sprache und eine Berufsausbildung wesentliche Kriterien darstellen.

Mit dem Zentrum zur beruflichen Integration von Flüchtlingen stellen sich die Kommunale Arbeitsförderung und die Agentur für Arbeit den großen Herausforderungen zur Arbeitsmarktintegration von Asylbewerbern, Asylberechtigten und Flüchtlingen. Dadurch kann es gelingen, dass neben der Sicherstellung der Existenzgrundlage eine schnelle, möglichst nachhaltige gesellschaftliche und berufliche Integration dieser Menschen erreicht wird.

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