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02.11.2016

Presseinformation zum Statistikreport Oktober 2016

Aktive Arbeitsförderung reduziert Arbeitslosigkeit im SGB II-Bereich

Offenburg, 02.11.2016 – Im Oktober 2016 haben sich die Fallzahlen bei der Kommunalen Arbeitsförderung Ortenaukreis (KOA) erneut kaum verändert: Die Zahl der Arbeitslosengeld II-Empfänger ist gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent angestiegen und die Zahl der Bedarfsgemeinschaften hat um 0,2 Prozent abgenommen. Demgegenüber ist die Arbeitslosenzahl kräftiger zurückgegangen: um 190 auf nunmehr 4.607 (= minus 4,0 Prozent).

„Der überproportionale Rückgang der Arbeitslosigkeit im SGB II-Bereich liegt in der Zunahme an Arbeitsfördermaßnahmen begründet“, erläutert Armin Mittelstädt, der Leiter des Ortenauer Jobcenters, die aktuelle Entwicklung. So konnte die Zahl der Maßnahmeteilnehmer im vergangenen Monat um 159 Personen gesteigert werden. Diese Leistungsempfänger zählen statistisch nicht mehr als arbeitslos, wodurch die Arbeitslosenstatistik entsprechend entlastet wird. „Es ist sehr erfreulich, dass wieder mehr Arbeitsförderungen durchgeführt werden konnten, da damit gerade langzeitarbeitslosen Menschen der (Wieder-)Einstieg in das Arbeitsleben geebnet werden kann“, unterstreicht Armin Mittelstädt die Bedeutung aktiver Arbeitsförderung.

Derzeit betreut die KOA 8.368 Bedarfsgemeinschaften mit insgesamt 17.761 Personen. Davon erhielten 11.455 Erwerbsfähige Arbeitslosengeld II und 5.367 Nichterwerbsfähige Sozialgeld. Neben den Regelleistungsberechtigten zählen zu den Personen in Bedarfsgemeinschaften zudem sonstige leistungsberechtigte Personen, die z.B. ausschließlich Leistungen aus dem Bildung und Teilhabepaket oder Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung erhalten, sowie Kinder ohne Leistungsanspruch, die
ihren individuellen Bedarf durch eigenes Einkommen decken (z.B. durch Unterhaltszahlungen eines Elternteiles) oder Personen, die einen Ausschlussgrund durch Anspruch z.B. auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz oder Altersrente
haben. Diese drei Personenkreise summieren sich auf 955 Personen.

4.607 Personen gelten gemäß den gesetzlichen Kriterien als arbeitslos und 3.724 Personen als sogenannte „nicht arbeitslose Arbeitssuchende“. Hierzu gehören insbesondere Alg II-Empfänger, die sich in Arbeitsfördermaßnahmen befinden oder über 15 Stunden pro Woche erwerbstätig sind und nur ergänzende Leistungen erhalten. Die Gesamtzahl der dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden Personen beträgt 8.331. Hinzu kommen 3.124 reine Leistungsbezieher, die z.B. als Alleinerziehende Kinder unter drei Jahren betreuen, sich in einer Schul- oder Berufsausbildung befinden oder als über 58-Jährige nicht mehr vermittelt werden möchten.

Im Oktober 2016 haben 182 Arbeitssuchende eine sozialversicherungspflichtige bzw. selbständige Erwerbstätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt aufgenommen. Hinzu kommen 44 Arbeitsaufnahmen auf dem sogenannten zweiten Arbeitsmarkt. Insgesamt haben im Berichtsmonat 226 Arbeitsmarktintegrationen stattgefunden.

Pressekontakt: Kai Hockenjos

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